Artus und Merlin-Methos

"Siehst du, das ist ein Auto". Duncan scheint es sichtlich Spaß zu machen, sich mit dem kleinen Kevin zu beschäftigen. Er und Methos sind zu Besuch bei Rhonda und Alf.Duncan und Methos im Wohnzimmer Duncan fühlt sich wohl dabei, den Ersatzvater zu spielen, während Alf arbeiten geht. Die Tür zum Wohnzimmer öffnet sich und Rhonda kommt herein: "Kann jemand von euch neue Getränke aus dem Keller holen?" Das hat sie noch nicht ganz ausgesprochen, da hat sie den Freiwilligen auch schon gefunden. Methos nimmt die leeren Flaschen und verschwindet "So," Rhonda wendet sich Duncan zu, "jetzt muß ich dir meinen Sohn entreißen, er muß jetzt was essen." Das kleine Wort "essen" kennt Kevin und sogleich versucht er, auf etwas wackeligen Beinen, seine Mutter zu erreichen.

Inzwischen ist Methos wieder oben. "Was ist denn das für ein interessantes Teil auf eurem Gefrierschrank?" "Die komische Kugel?" meint Rhonda, "die soll aus Alf´s Raumkapsel stammen, aber ich denke, die hat er eher beim Kegeln mitgehen lassen." "Hört sich aber interessant an. Darf ich mir das Teil mal ansehen?" Duncan ist schon fast auf dem Weg in den Keller. "Klar doch, wenn du Kegel brauchst, da stehen genug PET-Flaschen rum."
Unauffällig folgt Methos Duncan in den Keller. Er nimmt die Kugel, die einen Durchmesser von etwa 20 cm hat, und setzt sie auf die Werkbank. "Macht den Anschein einer ganz normalen Kugel."
"Was du nicht sagst." Methos tut etwas gelangweilt. "Schau doch, da ist eine kleine Öffnung. Hast du mal einen Schraubenzieher?" Methos schaut sich um und findet gleich einen, den er Duncan überreicht. Gezielt und vorsichtig arbeitet er damit in dem kleinen Loch. Plötzlich klickt es und die Kugel öffnet sich. Zum Vorschein kommen eine Reihe von Schalter und eine Digitalanzeige, die jedoch nichts anzeigt.
"Oh,oh, das kommt mir jetzt doch irgendwie bekannt vor," sagt Methos und zieht an einer ovalen Leuchtdiode. "Besonders dieser hier." Methos hat die Diode herausgezogen und es stellt sich heraus, das es sich um einen Ring handelt. LeuchtdiodeAls er den Ring entfernt, leuchtet in der Digitalanzeige der Kugel eine Null auf. "Das Ding funktioniert ja noch!" Duncan wundert sich. "Und wie das funktionieren wird!" meint Methos, der irgendetwas im Schilde führt, denn er fängt gleich an, irgendwelche Zahlen in die Kugel einzugeben.
"Schau mal im Nebenkeller auf den Tisch und sag mir, was du siehst."
"Da liegt genau so ein Ring wie dieser da."
"Jetzt achte auf diesen Ring hier."
Duncan schaut und der Ring verschwindet.
"Wo ist der denn jetzt hin?" fragt er verwundert.
"Ich habe ihn eine Minute in die Vergangenheit geschickt und zwar auf dem Tisch im Nachbarkeller."
Duncan sieht nochmal auf den besagten Tisch, aber dier Ring ist verschwunden. "Tatsächlich, das Ding kann Gegenstände in die Vergangenheit schicken, das ist ja Wahnsinn." "Nein, nur den Ring und die Person, die ihn trägt, zu jedem Ort und zu jeder Zeit, die man eingibt." "Du meinst, ich könnte nochmal Tessa sehen? Oder Debra vor dem frühen Tod schützen?"
"Eher nicht, die Vergangenheit ist nun mal geschehen und sollte nicht verändert werden." "Was mich auch mal interressieren würde, woher weißt du das denn alles; wie das Teil hier bedient wird und so?"
"Von dir, Duncan." Methos geht die Treppe hoch. "Warte mal kurz, ich bin gleich wieder da, brauche nur einen Atlas."

Duncan nimmt sich den Ring, der inzwischen wieder erschienen war und schaut verwundert zu dem Gerät und dem leeren Tisch. Als Methos wieder erscheint, starrt er immer noch verwundert auf den Ring.
"Zieh ihn ruhig schon mal an," meint Methos und blättert in dem Atlas. "Alles klar, es kann losgehen."
"Darf ich mal erfahren, was du vorhast?"
"Ja," sagt Methos und fängt an, wieder Zahlen in die Kugel einzugeben. "pass mal auf: Das mußt du dir merken. Die erste Zahl ist das Ziel, die zweite ist das Datum zum zurückkommen, die dritten sind die Koordinaten des Ortes und die vierte....., na ja, das hab ich vergessen. Aber ich denke, das klappt auch so."
"Was???"
"Vertrau mir einfach und hol dein Schwert, du wirst es brauchen." Leicht sauer geht Duncan hoch, um sein Schwert zu holen, ist aber sofort wieder da, weil er neugierig darauf ist, was Methos vorhat.
"So, was ist jetzt los" will er von Methos wissen.
"Ich schicke dich zurück in die Vergangenheit, wo ich deine Hilfe brauche."
"Moment," unterbricht ihn Duncan, "eben hast du noch gesagt, das die Vergangenheit ruhen müsse und dann schickst du micht zurück, um dir zu helfen?"
"Klar, weil , das ist geschehen."
"Du meinst ich habe dich schon viel früher kennengelernt?"
"Eher ich dich." meint Methos. "Du mußt mir unbedingt das Ding hier erklären, damit ich es heute auch bedienen kann."
"Aber du hast mir doch gerade erklärt, wie das geht" Duncan ist sichtlich verwirrt.
"Aber ich hätte es nicht gewußt, wenn du es mir nicht in der Vergangenheit erzählt hättest." "Das ist mir jetzt zu hoch."
"Du wirst alles verstehen, glaube mir. Bist du bereit? Hast du den Ring an?"
"Wie komm ich denn zurück?"
"Automatisch......glaube ich:"
"Du glaubst das nur? Ja bist......" Duncan kommt gar nicht dazu den Satz ganz auszusprechen, da hat Methos schon den Knopf gedrückt und Duncan ist verschwunden.
"Mach jetzt bloß keinen Fehler, mein Freund. " murmelt Methos, während er die Treppe hochgeht.