Artus und Merlin-MethosFortsetzung

Wegberg 1998

"Jetzt müßte er eigentlich zurückkommen." sagt Methos, der sehnlichst darauf wartet, das Duncan wieder auftaucht.
"Was mußtest du auch mit dem Teil rumspielen, ohne genau zu wissen, ob es auch funktioniert." Alf ist schon seit Tagen sauer, weil die beiden einfach seinen Ionenzeitbeschleuniger benutzt haben, ohne danach zu fragen.
"Richtig," meint Rhonda, "und wenn er nicht wiederkommt, dann hast du ein ernstes Problem am Hals."
Plötzlich hören alle ein Geräusch.
"Da ist doch was."
Ein Pochen kommt aus dem Flur und eine Stimme, die sich nach Duncan anhört.
"Hast du mal wieder den Keller abgeschlossen?" fragt Alf.
"Kann schon sein." Rhonda rennt nahezu in den Keller um Duncan aus seiner mißlichen Lage zu befreien.
Minuten später kommen sie zurück ins Wohnzimmer.
"Merlin!, ich kann es immer noch nicht glauben."
"Na, ja, ich brauchte 300 Jahre meinen Namen nicht zu ändern und konnte die ganze Zeit über am Königshof leben, ohne das das aufgefallen wäre, ich war ja Magier."
"Mir scheint, das die Zukunft sich überhaupt nicht geändert hat."
"Wie sollte es auch, das was du erlebt hat, ist doch wirklich geschehen, also wahre Geschichte." "Moment mal," regt Rhonda sich auf. "Würdet ihr mal die Güte haben und uns erklären, was denn jetzt genau geschehen ist."

Duncan erzählt mit Hilfe von Methos, was er in der Vergangenheit erlebt hat. Als er fertig ist, ist Rhonda gar nicht überzeugt:
"Das kann gar nicht sein. Ich habe die Bücher über Artus verschlungen, nie ist etwas von Duncan erwähnt. Das wär mir doch aufgefallen."
"Im 12. Jahrhundert versuchte eine Gruppe von Forschern herauszufinden, was es mit dem Artusmythos auf sich hat und sie kamen der Unsterblichen-Geschichte und dem zeitreisenden Duncan zu nahe. Da ich das gemerkt habe, schloß ich mich ihnen an und schrieb die "Historia Regum Britanniae" in der ich die Artus-Sage niederschrieb. Ich machte Mordred zum abtrünnigen Ritter der Tafelrunde und ließ dich, Duncan völlig weg. Das Buch hatte den gewünschten Erfolg. Von da an galt es als Maßstab für die Artus-Sage. Außer Merlin sollte kein Mensch unsterblich sein.
"Und da machst du dich gleich zum Super-Magier" Rhonda stichelt ein wenig.
"Laß dem Schöpfer seine künstlerische Freiheit, ja?"
"Was war denn mit dem Tisch? Da stand doch "Sir Duncan" drauf?". Duncan ist neugierig darauf, wie es weiterging mit der Tafelrunde.
"Na, ja, etwa eine Woche nachdem du verschwunden warst, kam Lady Ginevra zum König. Sie und Artus wollten heiraten. In ihrem Begleitschutz befand sich Lanzelot, der mehrmals ihr Leben rettete. Aus Dankbarkeit für sein Heldentum machte Artus ihn zum Ritter der Tafelrunde und er nahm deinen Platz ein."
"Sir Lanzelot! Da hatte ich einen würdigen Nachfolger." grinst Duncan.
"Was das kämpfen und Kriegsstrategie angeht, hätte Artus keinen Besseren finden können. Aber leider brach die Tafelrunde auseinander, weil beide Ginevra liebten."
"Ja, ja, die Liebe." meint Alf. "Ich denke, langsam wird es Zeit, das wir ins Bett kommen. Es soll Leute geben, die morgen arbeiten müssen."
"Da hast du Recht, wir gehen jetzt auch" gähnt Duncan.
"Ich wünsch euch eine gute Nacht." sagt Methos. "Kommt ihr, Sir Duncan?"

ENDE