Highlander - Déja vu

Christopher Green erhebt sein Schwert in den Abendhimmel. "50 lange Jahre habe ich auf diesen Zeitpunkt gewartet. Methos TraumDie Rache ist mein, wehr dich, Methos du Feigling." Schon trifft seine Klinge auf die von Methos´ Schwert. Green hat sich die letzten 50 Jahre auf diesen Zeitpunkt vorbereitet, deshalb kommt er auch bei diesem ungleichen Kampf nie in Bedrängnis und schafft es, Methos zu entwaffnen. Als Green ausholt sagt Methos noch: "Es gibt Leute, die werden meinen Tod rächen." "Die müssen mich erst mal finden," sagt Green und schlägt mit einem kräftigen Schlag zu. Langsam fliegt Methos´ Kopf durch den dunklen Himmel, sein Torso sackt in sich zusammen und schlägt unsanft zu Boden........

Wegberg Freitag 4:00 Uhr Morgens

"Was ist los," Duncan rüttelt Methos wach, "du träumst wohl schlecht." Schweißgebadet wacht Methos auf. "Zum Glück war es nur ein Traum." "Willst du drüber reden?" Ohne Umschweife fängt Methos an:

"Dachau/Deutschland 1945

Der zweite Weltkrieg neigte sich dem Ende zu. Ich begleitete eine amerikanische Einheit bei der Befreiung des Konzentrationslagers. Mein Job war es, als Photoreporter alle Eindrücke mit Bildern festzuhalten. Was ich sah war schrecklich und grausam. Meistens habe ich Green begleitet. Als ich ein paar Fotos von den Verbrennungsöfen machte, sah ich, wie Green ein paar Leichen, die noch nicht verbrannt waren, die Goldzähne herausbrach. Auch davon machte ich ein paar Fotos. Green hatte es gesehen und wollte von mir den Film. Ich verweigerte, weil ich die Fotos in einem Bildband veröffentlichen wollte. Green bedrohte mich mit seiner Waffe, sein Schuß traf mich mitten ins Herz. Ich sackte zusammen und wachte in einem großen Zelt auf. Neben mir befanden sich mehrere tote Soldaten, gegenüber waren töte jüdische Menschen aufgebahrt. Ich schlich mich nach draußen. Wütend wollte ich Green aufsuchen, doch ich fand ihn nicht. Seine Unterkunft und sein Spint waren leer. Da ich niemanden fragen konnte, brach ich im Büro seines Kommandanten ein und fand Schriftstücke, auf denen stand, daß er erschossen wurde. Nachdem er mich erschoss, haben herannahende Soldaten ihn mit einem Schwert über mich angetroffen. Und weil er schon ausgeholt hatte, hat man ihn erschossen. Er wurde sofort unehrenhaft beerdigt. Ich, sein Opfer, sollte eine richtige Beerdigung erhalten, deshalb lag ich noch nicht unter der Erde. 1954 wurde sein Grab geöffnet und er konnte entkommen. Er macht mich für diese 9 Jahre verantwortlich, die er beerdigt war. 1959 habe ich ihn dann hier in Wegberg wiedergesehen. Er wollte mich zum Duell fordern, aber ich hatte ja über 150 Jahre kein Schwert mehr getragen. So verließ ich mein trautes Heim bei Rhonda und haute einfach ab, wonach Rhonda ja etwas schlecht auf mich zu sprechen war. Jetzt wo ich wieder hier bin, kommt alles wieder hoch.Wahrscheinlich weil ich hier an ihn erinnert werde."

Wegberg, 4:15 Uhr

"Du hast Angst vor ihm!" Duncan steht auf und geht an den Kleiderschrank. In seinem Mantel hatte er immer noch das Handy, das Dawson ihm gegeben hatte. "Angst?" Methos atmet tief durch, "ich würde es nicht so ausdrücken, mehr Respeckt" "Ich hab sowas auch schon mal durchgemacht, du kannst nicht mehr schlafen, du hast das Gefühl, deine Kräfte verlassen dich." Während Duncan das sagt, wählt er eine Nummer. "Hallo Dawson" "Duncan?" Der Mann am anderen Ende der Leitung scheint überrascht. "Bei euch muß es doch mitten in der Nacht sein!" "Ist es auch." Duncan setzt sich auf dem Stuhl vor dem Kinderschreibtisch und wischt sich den Schlaf aus den Augen. Joe, der mit einer Hand Gläser spült, hat an diesem Abend viel zu tun, denn die Bar ist gut besucht. "Ich hätte dich, nachdem ich hier Feierabend gemacht hätte, sowieso angerufen. Wo drückt bei dir denn der Schuh?" "Nicht bei mir, eher bei Methos." Duncan lehnt sich zurück. "Wir brauchen eine Auskunft von dir." "Funktioniert die von der Telekom in Deutschland immer noch nicht?" "Was weißt du über Christopher Green?" "Sowas wie ein Söldner, ist fast an jedem Kriegsschauplatz zu Hause und nutzt die Uniform aus um Zivilisten zu berauben. Zuletzt wurde er im Balkan gesehen." "Dawson, du bist ein lebendes Lexikon. Weißt du auch, was er im Moment macht?" "Da muß ich passen, aber ich könnte im Hauptquartier anrufen, dann weiß ich es in ein paar Minuten und kann dich zurückrufen." "Tu das, was wolltest du eigentlich von mir?" "Das erzähl ich dir später, bis dann."

Duncan drückt den Knopf, der das Gespräch beendet. Im gleichen Moment klopft es an der Türe. Duncan legt sich wieder auf das Bett und deckt sich zu. "Ja, kannst reinkommen." Rhonda, die selbst einen schlechten Schlaf hatte, betrat den Raum. "Was ist los mit euch zwei, auch Probleme mit dem Schlaf? Liegt am Vollmond." "Eher nicht, mehr Alptraum." meint Duncan und deutet dabei auf Methos. Er erzählt Rhonda nochmal die Geschichte von Green und als er bei 1959 angekommen ist, wird sie richtig aufmerksam. "Aha," fällt sie ihm ins Wort." Jetzt weiß ich wenigstens, wie er heißt." "Was, du kennst ihn?" Methos ist überrascht. "Das dürfte dich aber gar nicht wundern, denn schließlich hätte ich ihn ohne dich nie kennengelernt." "Erzähl!" sagt Duncan und hört Rhondas Bericht aufmerksam zu.