Highlander - Déja vu....................Fortsetzung.................



Wegberg, Mitte September 1959

"An diesem Morgen wachte ich zu meiner Verwunderung alleine auf. Ich zog mich an und ging durch die Wohnung, doch nirgends ein Zeichen von Methos. Nachdem ich Kaffee getrunken und mich für den Tag zurecht gemacht hatte, spürte ich einen Buzz. Ich wollte in jedem Fall Methos mal fragen, wo er so früh schon war, deshalb ging ich ihm entgegen. Doch im Flur stand ein völlig anderer, für mich fremder Mann. Er hatte sein Schwert gezogen und sagte: "Oh, da bin ich Methos aber dankbar, sogar ein Geschenk hat er für mich." Ohne das ich etwas hätte sagen können, schlug er schon zu. Zum Glück konnte ich abtauchen, sonst hätte er mich erwischt. Mein Schwert hatte ich leider unerreichbar in der Küche gelassen, so floh ich über den Hof zum Garten. Plötzlich ein Knall und ein dumpfer Schlag in meinem Rücken, kurz darauf wurde es dunkel um mich rum. Ich erwachte im Kühlraum des Krankenhauses in Wegberg. Nachbarn hatten wohl gesehen, wie ich im Garten zusammenbrach. Sie eilten herbei und verhinderten so, daß mir der Kopf entfernt wurde.

Wegberg 4:45 Uhr

Den Mann hab ich weder nochmal wiedergesehen, noch seinen Namen erfahren, bis heute. "Jetzt werden mir auch einige Reaktionen von dir, mir gegenüber klar. Du glaubst, ich habe dich Green ausgeliefert?" Methos setzt einen entschuldigenden Blick auf. "Davon bin ich sogar überzeugt." antwortet Rhonda mit dem gleichen säuerlichen Charme, den sie Methos gegenüber die letzen Jahre immer entgegensetzt. "Was hast du eigentlich vor, Duncan?" fragt Methos, der die erste Angst seines Alptraums überstanden zu haben scheint. "Ich werde mir diesen Green mal ansehen." antwortert Duncan, der erwartungsvoll auf das Handy starrt. "Ich möchte nicht, daß du meine Kämpfe kämpfst, Duncan." sagt Methos. "Und was war mit Kronos?" "Nennen wir es Ausnahmefall." "Ach Methos, " Rhonda hat wieder so eine ironisch wirkende Stimmlage. "Du ziehst doch vor jedem Kampf den Schwanz ein." "Moment," wehrt sich Methos. "Das ich ungern kämpfe, heißt nicht, das ich es nicht kann."

In diesem Momant klingelt das Handy und Duncan nimmt das Gespräch an. "Dawson?" "Erwartest du sonst noch einen Anruf um diese Zeit?" "Leg los." "Also," fängt Dawson seine Erzählung an. "bis vor kurzem war Green bei den I-Vor-Truppen, einer Hilfsorganisation in Jugoslawien. Kurz vor den Angriffen der Nato auf das Land ging er als ziviler Soldat nach Geilenkirchen, das muß ganz in eurer Nähe liegen. Das war´s eigentlich, und dann wollte ich dir noch was erzählen." Duncan, der auf ein Blatt Papier Geilenkirchen geschrieben hatte, fragt erwartungsvoll: "Was denn?" Dawson fährt fort: "Claudia Jardin hat angerufen, sie spielt gerade im Globe Theater in London und ist eine kleine unbekannte Begleitmusikerin in einer Band, die für die musikalische Untermalung bei den Shakespearestücken sorgt. Sie war ganz aufgebracht und meinte, daß jemand hinter ihr her ist. Sie möchte das du kommst." "Claudia..." Duncan fängt an zu stottern, "aber natürlich, ich fahr hin." "Pass auf, sie wohnt in einer Art Studentenwohnheim in der Nähe des Theaters und nennt sich jetzt Michelle Claudine. Mir ist nicht bekannt von wem, oder warum sie verfolgt wird." "Das werd ich schon rausfinden, ich danke dir erst mal für die Informationen, halt die Ohren steif." "Ich wünsch dir einen schönen Tag, gute Nacht." Dawson legt auf.

Duncan überlegt ein wenig, dann fällt ihm ein, wie Dawson seinen letzten Satz gemeint hatte. Er war ja in der Zeit 6 Stunden zurück, seine Kneipe wird er jetzt schließen und seine verdiente Nachtruhe beginnen. In Deutschland war sie jedoch schon zu Ende. Jedenfalls für die drei und Alf, dessen Radio ihn auch schon ermahnt, daß heute ein ganz normaler Arbeitstag für ihn ist. Duncan legt das Handy beiseite. "Um Green kümmern wir uns, wenn ich wieder da bin, ich muß so schnell wie möglich nach London." "Alf steht gleich auf," Rhonda geht in Richtung Türe, "wir können ja noch gemeinsam Frühstücken." "O.K. Rhon, wir kommen gleich." Duncan steht auf. Es macht ihm nichts aus, daß er nur mit einem schwarzen Tanga bekleidet ist und Rhonda ihn sehen kann. Während Rhonda den Raum verläßt, fängt er hastig an, ein paar Sachen in die Reisetasche zu packen.

Eine viertel Stunde später kommen die beiden zu Rhonda in die Küche. Duncan fällt sofort auf, daß auf Alf´s Platz eine aufgeschlagene Zeitung liegt und eine halbe Tasse Kaffee vor sich hindampft. "Wo ist denn Alf?" fragt Duncan, als er sich auf seinen Platz setzt. "Ich hab ihm erzählt, daß du dringend nach London willst und er ist gleich ins Büro gegangen, um mal ins Internet zu gehen." erwidert Rhonda. Sie hat den Satz noch nicht ganz beendet, da steht Alf schon in der Türe. "Also um 8.50 oder um 11.25 geht ein Flieger von Mönchenglabach aus nach London. Wenn du den um 8.50 willst, kann ich dich mitnehmen." "Ja, o.k." Duncan nimmt sich ein Stück Zucker in den Kaffee, den Rhonda ihm eingeschüttet hat, "dann kann ich eine Stunde später in London sein, das wäre mit der Zeitverschiebung etwa........" "8.50?", das war eines der wenigen Male, wo sich Rhonda und Methos mal einig waren, denn die Antwort kommt von beiden genau synchron.