Highlander - Déja vu....................Fortsetzung.................



Wegberg, Samstag 10.00

"Ist es jetzt soweit?" Rhonda deckt gerade den Frühstückstisch ab. Methos steht mit langem Mantel im Flur. Sein Schwert ist in der Innenseite des Mantels verstaut. "Zeit, Abschied zu nehmen." "Jetzt mach kein Drama draus, in einer Stunde bist du wieder hier." Rhonda wischt nochmal über den Tisch und die Spuren der ersten Mahlzeit sind verschwunden. "Was soll ich zu Mittag kochen?" fragt sie in Richtung Methos. "Das bleibt dir überlassen, in jedem Fall brauchst du ein Gedeck weniger." sagt Methos, während er sich den Kragen nochmal richtet. Rhonda dreht sich zu Alf um, der heute seinen freien Tag hat. " Du hast mir gar nicht gesagt, daß du heute Mittag nicht da bist, Alf" "Laß die Witze, ich muß jetzt gehen." Methos dreht sich auf dem Absatz herum und verschwindet. "Du willst ihn doch nicht so gehen lassen?" fragt Alf, der hinter der Zeitung hervorschaut. "Erstmal schon!" sagt Rhonda, während sie ins Wohnzimmer geht und das Schwert von der Wand nimmt, was dort seinen Platz hat. "Aber du wirst auf Kevin achten müssen, bis ich zurück bin." Sie geht zum Schrank, zieht sich einen Mantel über, küßt Kevin auf die Stirn und geht. Lange Abschiede gibt es zwischen Alf und Rhonda schon lange nicht mehr, wenn sie das Haus mit dem Schwert verläßt.

Tüschenbroicher Mühle, ca. eine dreiviertel Stunde später

In dem Waldstück hinter der Mühle hat Rhonda Green schnell gefunden und hält sich in einem solchen Abstand vor ihm versteckt, das er sie nicht spüren kann. Dort wartet sie, bis auch Methos erscheint, der zuerst an der Mühle und an der Burg gesucht hat. Genau zu diesem Zeitpunkt, als Methos und Green ihren Buzz spüren, schleicht sie sich an beide ran, so das ihr Buzz von den anderen überlagert wird, und deshalb von den beiden nicht vernommen wird.An der Kapelle Auf der Lichtung, wo sie mit gezogenen Schwertern aufeinander zu gehen, befindet sich eine kleine Kapelle, hinter der sich Rhonda gut verstecken und alles übersehen kann, ohne selbst gesehen zu werden.

Methos hält zwei Schwertlängen Abstand: "Wir müssen nicht kämpfen" "Das glaubst auch nur du!" Green hebt drohend sein Schwert. "Wir können doch drüber reden." Methos versucht den Drohgebärden von Green auszuweichen. Der erhebt sein Schwert. "50 Jahre lang hab ich auf diesen Zeitpunkt gewartet. Die Rache ist mein. Methos, wehre dich, du Feigling." Schon trifft die Klinge auf die von Methos´ Schwert. Green hatte sich die letzten 50 Jahre auf diesen Kampf vorbereitet, doch das er mit Methos einen gleichwertigen Gegner hatte, der ihm ebenbürtig war, überraschte ihn.

Das klirren der Schwerter ist deutlich zu hören. Die Mäntel der Beiden wurden vom Wind ihrer Bewegungen aufgefächert. Plötzlich gerät Green ins straucheln und stolpert rückwärts. Beim fallen verliert er sein Schwert, das jetzt zwar nur Zentimeter neben ihm liegt, aber dennoch unerreichbar ist, denn Methos hatte sich bereits in Position gestellt. "Das war´s dann wohl" sagt er und hebt sein Schwert um den letzten Hieb auszuführen. PistoleUnbemerkt von Methos hat Green eine Pistole aus seinem Mantel gezogen und drückt ab. Tödlich getroffen sackt Methos nieder, hält sich noch kurz aufrecht, weil er sich mit dem Schwert abstützen kann und fällt seitlich zu Boden. Green steht auf, nimmt sein Schwert und holt aus. "Ja,ja, das wäre dann wohl das Ende einer 5000 jährigen Legende." Dann schlägt er zu.

Sein Schwert enthauptet Methos allerdings nicht, sondern trifft mit einem klirren auf Rhonda´s Katana.Rhondas Kampf Rhonda hatte sich herangeschlichen um das Schlimmste zu verhindern. "Das ist gegen das Gesetz," stammelt Green und versucht Rhonda´s Angriffe abzuwehren. "Unser Kampf hatte schon begonnen, da darf man sich nicht mehr einmischen!" "Gesetz? Überleg doch mal, wer hier keine Gesetze einhält!" Rhonda schlägt zu und trifft Green am Oberarm. Green war etwas zurückgewichen, so daß Rhonda´s Hieb nur eine leichte Schnittwunde hinterläßt. "Du kämpfst gut." "Ich hatte auch einen guten Lehrmeister." Mit einer geschickten Drehung gelingt es Rhonda, ihrem Gegner die schwertführende Hand abzuschlagen. Dann macht sie eine halbe Drehung zurück und schlägt dabei Greens Kopf ab. "Das war´s dann wohl, endgültig." sagt sie noch, bevor die ersten Blitze ihre Belebung einleiten.

Die Glasfenster der kleinen Kapelle zerspringen in tausend Splitter, das Absperrgitter und die schwere Eichentür wird aus ihren Angeln gehoben. Rhonda setzt sich am Rand der Lichtung nieder und wartet.
Minuten später erwacht Methos und schaut auf den leblosen Körper von Green. "Hab ich was verpaßt?" Rhonda steht auf und reicht den immer noch am Boden liegenden Methos die Hand. "Nichts, was wichtig wäre."

London, Samstag 12.15


Und wieder sitzten sie in dem kleinen Café gegenüber des Globe-Theaters. Ursa hatte sich selbst einen Tee bestellt. Er stotterte zwar, aber die Kellnerin verstand ihn. "In dem Kloster, wo er war, hat man sich viel Zeit mit ihm genommen," sagt Duncan. " Er ist jetzt fast soweit, eigene Entscheidungen zu treffen und sprechen kann er auch ganz gut. Damals kannte er nur zwei Worte." "Meine Wohnung hier in London ist groß genug", meint Walter, "und wenn das mit dem Glöckner von Notre Dame-Musical klappt, beginnt er vielleicht noch eine große Schauspielerkarriere." "Ursa versucht das gut zu tun" sagt Ursa, der mit einem Doppelpacken Zucker spielt und dabei versucht, dem Gespräch zu folgen. "Daran zweifelt auch niemand, Ursa." Michelle hat ihre Hand in Duncan´s gelegt und wendet ihren Blick zu ihm. "Und du bist nicht zu überreden, noch ein paar Tage zu bleiben?" "Ich glaub, ich habe Sehnsucht nach 85 cm." Duncan dreht seinen Kopf zu Michelle und drückt ihre Hand. "Du weißt, daß wir keine Kinder bekommen können und Kevin aufwachsen zu sehen, ist für mich das Schönste seit 400 Jahren." "Siehst du, Michelle" grinst Walter verschmitzt, "gegen den Kleinen haben wir keine Chance." "Wann geht dein Flieger?" "Um 16.00 Uhr, ich habe Alf bereits erreicht, er holt mich ab." Duncan rührt seinen Kaffee um. "Ihr bringt mich doch zum Flughafen?"

Wegberg 18.30


Rhonda hat das Abendbrot vorbereitet und sitzt bereits mit Kevin und Methos am Tisch, als auch Duncan und Alf den Raum betreten. Stöhnend schmeißt sich Duncan auf den Stuhl. "Ihr glaubt ja nicht, was ich durchgemacht habe." Er atmet nochmal tief durch. "Und was war hier los?" "Ruhig, wie immer," sagt Rhonda und gießt allen Tee ein, " zu ruhig!"

ende