Irland - Der Suedwesten Beara - Dingel - Kerry

Der Südwesten

Beara, Dingel, Kerry



Ring of Kerry
Was haben wir uns für Hoffnung gemacht. Man sagte uns: "Wenn ihr nach Irland kommt, so dürft ihr den" Ring of Kerry" nicht verpassen." Doch womit hat diese Halbinsel soviel übermäßige Lobeshymnen verdient? Seit Beginn des 19.Jahrhunderts wird hier Tourismus betrieben. So reiht sich hier in jedem Dorf ein Souveniershop neben dem anderen und die Ringstraße ist überfüllt von Touristenbussen.Vermissen läßt die Halbinsel, bis auf ein paar Ausnahmen , die wirklich schönen Gegenden, für die Irland so berühmt ist.

Wir machten einen Abstecher zum Derryname House . Hier lebte der "Befreier" Daniel O´Connell. Im Haus ein Museum über sein Leben. Der Politiker setzte 1823 den Emancipation Act durch, der den unterdrückten Katholiken wieder Rechte einräumte.

Abseits des Ringes trafen wir auf einen Bauern mit einem Eselskarren . Er nahm sich viel Zeit fur uns und erzählte uns von seiner Arbeit.

Dingle
Auf einer schönen Landstraße erreichten wir sehr schnell Dingel Town, die Stadt, die der Halbinsel den Namen gab. Wieder das Bild wie beim Ring of Kerry: Eine Überflut von Souveniershops. Doch hier ist der Grund gleich erkennbar, denn hier lebt Fungi, ein freilebender Delphin. Die Fischer des Ortes hatten schon lange die Netze nicht mehr voll. Es reichte nicht mehr zum Leben. Zur gleichen Zeit tauchte ein Delphin in der Bucht von Dingel auf. Die Fischer brachten jetzt Touristen in die Nähe des Tieres und hatten wieder eine Einnahmequelle. Fungi ist allerdings sehr eigen und so kann man sich nie sicher sein ihn zu sehen, wenn man mit einem der Boote rausfährt.

Weiter gings auf der Ringtour und immer wieder Hinweisschilder zu Fort´s und Bienenkorbhütten aus der Eisenzeit; einige davon schauten wir uns an.

Dann kamen wir an den südwestlichsten Punkt der Halbinsel und wunderten uns, daß wir hier ein Informationszentrum fanden.
Es handelte von den vorgelagerten Inseln, den Blasket Ilands. Die einst bewohnte Insel wurde 1953 zwangsgeräumt , weil sowiso nur noch 20 ältere Menschen dort lebten. Durch Schriftsteller wurde das Leben auf den Inseln lebendig gehalten.

Wir machten uns auf dem Rückweg durch den O`Connor Pass, eine schmale Straße mit unheimlich schönen Aussichten .

Ring of Beara
Schon kurz nach der Einfahrt in den Ring bei Glengarriff sind wir überrascht von der schönen Küstenstrecke mit ständig wechselnden Landschaftsbildern. Durch die engen Straßen ist Beara nicht so überlaufen wie Kerry, weil hier die Touristenbusse nicht gut durchkommen.
Wir kamen zum größten Wasserfall Irlands. Es war ein trüber verregneter Tag. Das Auto wurde geparkt und wir machten uns auf den Aufstieg. Wir kamen an ein Häuschen vorbei, in dem Cola, heißer Kaffee und Stöcke angeboten wurden. Eine alte Frau sagte uns, daß die Stöcke uns sehr hilfreich sein werden. Um weiter zu kommen, zahlten wir die 50p und mußten schmunzeln: "Wie hilfreich kann denn ein Stöckchen sein?". Auf einem sehr schlecht beschilderten Pfad ging es weiter. Plötzlich steckten wir bis zu den Knöcheln im Moor und die Stöcke waren ein gutes Hilfsmittel zum vortasten. Völlig durchnäßt kamen wir am Wasserfall an und ohne größeren Schaden an Körper und Kleidung auch wieder zurück. Sehr Dankbar gaben wir die Stöcke der alten Dame zurück.

Abseits der eigentlichen Route fanden wir einen Steinkreis und ein Ringfort, von dem allerdings nur noch der Hügel zu sehen war.

Ein Stück weiter kamen wir zur Ruine von Dunboy Castle , das 1602 zerstört wurde, aber dennoch eine tolle Ausstrahlung hatte. Ganz ohne Absperrungen kann man überall in dem Gemäuer herumgehen.

Ein schöner Küstenlandstrich schließt sich bis zur äußersten Spitze der Halbinsel an. Hier befindet sich Dursey Island, die Insel, die man mit einer der verwegensten Seilbahnkonstruktionen , die wir je gesehen haben, erreichen kann. Die Insel zu Wanderungen im Vogelschutzgebiet ein.

Zurück gings wieder über eine Küstenstrecke mit schönen Ausblicken nach Glengarriff.
Wir waren uns sofort einig, Beara war die schönste der drei Halbinseltouren.


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