Highlander - The legend continues................. Fortsetzung...............

Portsmouth /England, Anfang September 1805:
Napoleon hat auf dem europäischen Kontinent viele Eroberungen gemacht.
König George III. wollte verhindern, das Bonnaparte auf See den gleichen Erfolg hat.
Deshalb ließ er eine Flotte um das Flagschiff HMS Victory aufstellen. HMS Victory
Ich hatte mich schon über Jahre auf der Victory unter den Namen Hardy bis zum 1.Offizier hochgearbeitet und war dafür zuständig, die zwangsrekrutierten Seeleute auf die einzelnen Schiffe zu verteilen.
Terence Kincaid und ein paar andere Kapitäne unterstützten mich dabei.
Kincaid war der Kapitän auf der Terneraire und seine Besatzung wurde um ein paar Männer aufgestockt.
Was mich aber ein wenig stutzig machte, war, das die meisten Unsterblichen, die er für sein Schiff haben wollte, von der Sorte waren, denen man normalerweise aus dem Weg geht.
"Ich werde als gefeierter Held wieder nach England zurückkehren und nicht Nelson oder Collingwood." sagte er zu mir, mit völlig ernster Mine.

Horatio NelsonVizeadmiral Horatio Nelson war der Kapitän auf der Victory und ein Freund für den ich meinen Kopf gegeben hätte.
Er sollte die Flotte zum Ruhme Englands in die Schlacht führen, alle anderen Schiffe waren seinem Befehl unterstellt.
Sollte ihm etwas zustoßen, wäre Konteradmiral Collingwood derjenige, der die Flotte übernehmen sollte.
"Da mußt du dich aber ganz weit hinten anstellen" sagte ich ihm," denn wer auf dieser Reise Heldentaten vollbringen will, muß erst mal an Nelsons Ruhm vorbei."
Nelson war in England schon so etwas wie ein Nationalheld, nachdem er 1798 bei Abukir die französische Flotte besiegt hatte.
Ein erneuter Erfolg würde ihn Unsterblich machen. Jede von einem anderen vollbrachte Heldentat würde sofort in den Schatten gestellt werden.

"Aber wenn dem armen Kerl auf dieser Fahrt etwas unangenehmes zustößt?" grinste Kincade hämisch.
"Dann werde ich seinen Part übernehmen. ", sagte ich und wandte mich von ihm ab, um dieses Gespräch zu beenden.
Ich sorgte dafür, das Nelson von diesem Gespräch mit Kincade erfuhr. Er ordnete an, das sich die Terneraire immer in Sichtweite der Victory aufhalten sollte.
So konnte ich sie immer beobachten. Meinen Vorschlag, einen Matrosen als Spion auf die Terneraire zu schicken und eine extra Wache zu seinem persönlichen Schutz abzustellen ignorierte er, weil ich keine Beweise für meine Anschuldigungen beibringen konnte.
Auch ich selber hielt inzwischen meine übertriebene Vorsicht für unbegründet.
Dann sorgte ich noch dafür, das jedes Schiff eine Extraportion Rum und Pökelfleisch, welches in Essig eingelegt wurde und deshalb haltbarer war, mit an Bord nahm. Ich war vom Erfolg des Unternehmens überzeugt und fand, das es gebührend gefeiert werden sollte. Mitte September ging es dann auf große Fahrt. Wie Nelson befohlen hatte, fuhren wir in einem Convoy. An Deck der Terneraire sah ich keine besonderen Vorkommnisse, die mich veranlaßt hätten, einzugreifen.
Am 28 September trafen wir auf Collingwood, der sich unserer Flotte anschloß.

Am Morgen des 21.Oktobers 1805, wir näherten uns dem Cap Trafalgar, übergab mir Kenneth einen Zettel.
Kenneth war ein unsterblicher kleiner Junge, den ich unter meinen Schutz gestellt hatte.
An Bord arbeitete er als Powdermonkey, sorgte immer dafür, das an den Kanonen seines Decks genügend Schießpulver war, leerte die Spucknäpfe der Matrosen und so weiter.
Auf den Zettel stand nur "Hardy, es geht los, Nelson ist die Nummer 1"
Ich machte mir keine großen Gedanken über diese Nachricht, da gleichzeitig mit dem Erhalt dieses Schreibens die Schiffe von Villenouve`s gesichtet wurden .
Villenouve hatte seine französische Flotte mit der spanischen Amada, geführt von Kapitän Alava verstärkt.
Alles ging jetzt Schlag auf Schlag. Nelson ließ sich immer wieder vom Stand der Schiffe informieren.
Er griff die Linie seiner Gegner von derMitte aus an.

Die Idee war, die gegnerische Flotte zu trennen. Collingwood hatte gesehen, das das Schiff von Kapitain Alava, die Santa Ana, sich weiter unten aufhielt. Deshalb griff er dort an.
Wir befanden uns mitten im Trubel.
Ich sah das die Redoutable, die Tiroler Scharfschützen an Bord hatte, in Schußweite kam.
Ich redete mit Nelson, er solle seine Orden bedecken, da er sonst ein zu leichtes Ziel abgeben würde.
Doch er machte mir verständlich, daß der Mut der Mannschaft abhängig ist vom Mut ihres Kapitäns und wenn er sich verstecke, die Moral auf dem Schiff verloren ginge.
Um 13:15 Uhr bewarheiteten sich meine Befürchtungen.
Hier traf Nelson die KugelNelson wurde von einer Kugel schwer verletzt. Ich ließ ihn gleich unter Deck bringen. Jetzt bedeckte er seine Orden : "Muß ja nicht gleich jeder sehen, das der Kapitän außer Gefecht gesetzt wurde."
Ich hatte an Bord zu tun, denn mehrere Schiffe, darunter die Terneraire und die Fourgeux hatten sich mit der Victory verkeilt.

Ein Offizier der Terneraire, der unsterbliche David Gellis, berichtete mir, daß der Schuß auf Nelson von seinem Schiff und nicht von der Redoutable gekommen sei.
Er wäre schon lange mit den Machenschaften Kincad´s nicht mehr einverstanden.
Und Kincade selber hatte das Gewehr abgedrückt, aus dem die Kugel für Nelson kam.
Ich meinte, er solle die Sache erst mal für sich behalten und auf sein Schiff zurückkehren.
Nach der Schlacht würde ich mich um diese Sache kümmern.
Denn weil wir alle Unsterbliche sind, sollten wir die Sache unter uns regeln.
Kincade selber hatte inzwischen die Fourgeux geentert und die Besatzung gefangen genommen.

Um 14:30 Uhr hatte ich die Schiffe voneinander befreit, doch die Victory sowie auch die Terneraire waren Manövrierunfähig.
Ich ließ dieVerwundeten unter Deck bringen und ging zu Nelson.
Seine Verletzungen waren so stark, das er nicht überleben sollte. "Vielleicht wäre es besser gewesen, ich hätte meine Orden bedeckt, wie du es mir geraten hattest.", ihm fiel es schwer zu reden.
Ich berichtete ihm von dem Anschuldigungen gegen Kincade und das ich dafür sorgen würde, das ihm die gerechte Strafe wiederfährt.
"Jetzt verstehe.....ich auch..... argh...", ihm fiel es immer schwerer, die Worte über seine Zunge gleiten zu lassen, "warum die Kugel in meinen Rückgrat steckt, obwohl ich der Redoutable den Rücken zugewandt hatte.
Ich hätte besser auf deinen Instinkt höhren und einen Spitzel auf.....Kincade ansetzen sollen.
Nelson stirbt Aber das....ist eben Schicksal." er krümmte sich vor Schmerz, drehte nochmals den Kopf zu mir und meinte "Kismet Hardy." dann röchelte er noch einmal und starb.

Ich wollte ihm, wie es eigentlich üblich gewesen wäre, keine Seebestattung zukommen lassen, denn er hatte besseres verdient.
So handelte ich im Sinne unseres Königs George III. als ich auf die Idee kam, seinen Leichnam in einem der Essigfässer zur Konservierung aufbewahren zu lassen.
Natürlich nahm ich erst das Pökelfleisch heraus.
Bisher hatte noch niemand erfahren, das Nelson nicht vom Feind, sondern von den eigenen Leuten ermordet wurde.
Ich sorgte auch dafür, das es so blieb.
Um 17:35 explodierte das französische Linienschiff Achille, was gleichzusetzen war mit dem Ende der Schlacht.
Während die Gefangenen auf die einzelnen Schiffe verteilt wurden, ließ ich Collingwood von Nelsons Tod berichten, ohne ihm zu sagen, von welchem Schiff der tödliche Schuß kam.
Unser Schiff mußte abgeschlept werden. Das gleiche Schicksal hatte die Terneraire .

Tags darauf fand ich wieder so ein Zettel in meiner Kombüse "Keine Zeugen! Nr.2 David Gellis". Sofort ließ ich mich auf Kincaid´s Schiff bringen.
Während der Überfahrt erzählte der Matrose an den Rudern von einem seltsamen Unwetter, was in der Nacht zuvor über der See lag.
Von Blitzen ohne Donner und von dunklen Wolken ohne Regen. Natürlich war Gilles nicht mehr an Bord des Schiffes zu finden.
Als ich Kincaid zur Rede stellte meinte der nur, das schon öfters Seeleute von Bord gefallen sind und ich solle aufpassen, sonst würde hinter Nr.3 mein Name stehen.
Jetzt wußte ich genau, Kincaid hatte Gellis enthauptet, weil er rausfand, das er ihn verraten hatte.
Ich stand ohne Zeugen da. Bei unserer Rückkehr nach England wurden wir gefeiert.
Im Trubel verschwand Kincaid. Seitdem hab ich ihn nicht mehr gesehen, obwohl ich versucht habe ihn zu finden.