Richie´s Return

Paris: Buchhandlung Shakespaere & Co 12:30
"Ein angenehmes Auto zum Reisen, so ein Astra" meint Duncan und reckt sich beim aussteigen. Er war die 5 Stunden von Wegberg in einem, ohne Pause durchgefahren. Das Auto hatte Alf ihm geliehen, denn für ein Wochenende konnte dieser auf das Fahrzeug verzichten. Methos hatte fast den ganzen Weg geschlafen und stieg aus: "Na ja, ein Schlafwagen in einem Zug wär mir doch lieber gewesen." Shakespaere & Co Die beiden betreten Shakespaere & Co und Methos geht zu dem Verkäufer, den er offensichtlich kennt. Er redete mit ihm und geht dann mit Duncan in den Keller des Hauses. "Woher kennst du den denn?" fragt Duncan neugierig. "Das ist ein Beobachter, ich hab ihn hier reingesetzt, damit er sich um den Laden kümmert. Er ist mir gegenüber sehr loyal." "Das ist dein Laden hier ????" Duncan geht die Stufen hinunter in den ersten Kellerraum, in dem sich tausende Bücher stapeln.

Methos dreht einen Schrank zur Seite, in dem offensichtlich keine schweren Bücher gelagert werden. Dahinter schiebt er irgendetwas in die Wand. "Seit mehr als 170 Jahren." Er drückt gegen die Wand, die sich mit Leichtigkeit bewegen lässt. Nun können sie durch die Öffnung und eine weitere Treppe hinuntergehen. Hier befindet sich noch ein Raum. Überall stehen Kartons, Akten und es liegen Papiere herum. "Und die ganzen Jahre hast du immer einen Verkäufer hier drin? Das ist doch garantiert teuer für dich??" "Ach was, die anfallenden Ausgaben, Steuern und Gebühren und so weiter, werden von den Beobachtern bezahlt". Methos wühlt in ein paar Kisten:"Die sind doch froh, diese Außenstelle als Anlaufstation für alle Beobachter in Frankreich zu haben." Methos hatte scheinbar gefunden was er suchte, denn er stellt einen Karton auf den Tisch. "Auf so Leute wie diesen Huber da oben, oder auch Salza kann ich mich voll verlassen und es ist immer jemand da, der meinen Raum beschützt, auch wenn sie nicht wissen, daß er existiert."

Duncan schaut unauffällig in den Karton und sieht ein Foto seines guten alten Freundes Hugh Fitzcairn. Er nimmt das Foto in die Hand und richtet seinen Blick auf Methos: "Wieso besitzt du denn ein Foto von Fitz?" Methos schaut auf das Foto. "Ach Hughy, daß war hier in Paris vor 7 oder 8 Jahren - wir sind an dem Tag durch die Straßen gezogen um ein paar Bräute aufzureißen." "Ich wußte nicht, daß du ihn kanntest" meint Duncan, der jetzt wieder nachdenklich auf das Foto schaut. "Ein Mentor sollte doch wohl seinen Schüler kennen, oder?"

Dover Castle, England 1224
"Mr. Adams, wenn die Katakomben noch in diesem Jahrhundert fertig werden sollen, ist es unabdinglich, noch mehr Arbeiter einzustellen." sagte der Mann, dessen Kleidung voller Dreck war. Man sah ihm an, daß er schwere Arbeit verrichtete. Dover Castle Methos, der über Pläne gebeugt, nicht eine Miene verzieht und auch nicht aufblickt, antwortet mit ruhiger Stimme: "Der Berater von König Heinrich III wird bald hier eintreffen, ich werde ihn danach fragen." Da sich der Mann nicht bewegte richtete Methos sich auf und fragte "Ist noch was?" "Äh.........Nein", der Mann drehte sich um und ging, um seiner Arbeit nachzugehen. 1216 hatte Dover Castle eine Belagerung zu wiederstehen. Als Englands ungeliebter König Johann bei einen Trinkgelage starb und sein 9 jähriger Sohn Heinrich III König wurde, gab man die Belagerung auf, weil man sich vom neuen Herrscher ein besseres England erhoffte. Da der König noch sehr jung war, hatte er erfahrene Berater zur Seite, die die Geschicke des Landes leiteten. Einer dieser Berater kam in der darauffolgenden Woche auf die Burg von Dover, um die Arbeiten an der Befestigungsanlage und der Katakomben zu kontrollieren. Der Constable des Castles, Hubert deBurgh, führte den Berater durch das Gemäuer, um mit ihm dann in die Gemächer von Benjamin Adams zu gehen. Methos spürte einen kleinen, leichten Buzz, als die beiden den Raum betraten. Er wußte, was so ein leichter Buzz zu bedeuten hatte. Der Mann, der gerade den Raum betrat, war ein Unsterblicher, der noch nicht seinen ersten Tod erlitten hatte. "Das ist Adams", sagte der Constable und zeigte auf Methos. "Er leitet die Bauarbeiten und überwacht die Arbeiter". Der Mann zeigte mit seiner flachen Hand in Richtung des Beraters: "und dies hier........." Der Mann unterbricht: "Gestattet, edler Herr, daß ich mich selber vorstelle. Ich bin Berater am Hofe des Königs Heinrich III und zu ihren Diensten guter Mann." Während er dies sagte, machte er eine leichte Verbeugung. "Mein Name ist Fitzcairn ..............Hugh Fitzcairn."

Paris Buchhandlung Shakespaere & Co: Gegenwart
"Da hatten wir ja einen gemeinsamen Freund." sagt Duncan, während er das Foto in den Karton zurücklegt. "Ja, er taucht ab und zu mal auf." meint Methos, der scheinbar gefunden hat, was er sucht, denn ein Blatt faltete er fein säuberlich und steckt es ein, den Rest packt er in den Karton und räumte ihn weg. "Ich hab ihn lange nicht mehr gesehen, der reist wohl wieder in der Weltgeschichte rum." Duncans Mine verfinstert sich, mit trauriger Stimme sagt er: "Das macht er sicherlich nicht!"

Paris 1994
Kallas hatte dafür gesorgt, daß die gesammte Pariser Polizei hinter ihm her war.Fitz gegen Kalas Ich wollte mich mit ihm in den Tunneln unter der Bastille treffen, doch Kalas hatte uns wohl beobachtet und ist Fitz gefolgt. Als ich ankam war der Kampf schon in vollem Gange. Ich konnte und ich durfte mich nicht einmischen. Ich schrie: "Nein", doch Kallas ließ nicht ab von ihm und nahm seinen Kopf und ich musste es mit ansehen. Ich hatte so eine Wut, daß ich Kallas noch während seiner Belebung köpfen wollte, doch leider hielt mich mein Gerechtigskeitssinn zurück und er konnte fürs erste entkommen.

Paris Buchhandlung Shakespaere & Co Gegenwart
Methos läßt sich auf einen Stuhl fallen, er ist kreidebleich, so hat ihn die Nachricht vom Tode seines Freundes geschockt. "Der gute, alte Hughy" seufzt er. Dann war etwa für 10 Minuten Stille. Duncan traut sich nicht, diese Stille zu unterbrechen. Endlich führt Methos wieder das Wort: "Es wird Zeit, lass uns gehen." Methos nimmt die Autoschlüssel, die Duncan auf den Tisch gelegt hatte und die Männer verlassen die Buchhandlung.