Richie´s Return

Duncan kann es nicht glauben, immer wieder flüstert er: "Richie, es ist Richie!" Dawson laufen Tränen der Freude über die Wangen. Nur Methos bleibt ruhig und gefasst. Er wartet eine Weile, dann zuckt der scheinbar leblose Körper und versucht krampfhaft nach Luft zu schnappen. Nach etwa 3 Minuten hat Richie sich beruhigt. Er hustet nur noch ein wenig Dreck aus seinen Lungen. Da seine Kleidung stark in Mitleidenschaft gezogen worden war, hält Dawson ihm eine Decke hin: "Willkommen im Leben." Richie hat sich hingesetzt und sich mit der Decke über die Schultern eingewickelt, er zittert etwas, denn der nasskalte Boden hat seine Spuren hinterlassen. "Du wirst einen Schnupfen bekommen, doch du wirst es überleben." Duncan ist die Freude über Richies Auferstehung anzusehen.Duncan und Richie "Kann mir mal einer sagen, was hier los ist?" Richie schaut sich in der Röhre um: "Ich war auf der Suche nach einer Kammer in den Katakomben, dann hörte ich einen Knall, die Decke stürzte ein und dann wart ihr schon da."

Dawson versucht Richie den Sachverhalt zu erklären: "Die Metro hat eine Tunnelröhre gesprengt und leider ist dabei ein Teil der Katakomben eingestürzt, dort wo du dich befunden hast. Das ist jetzt einige Jahre her, Ariman spielte Duncan vor, daß er dich getötet hatte, so kam es, daß dich keiner vermisst hat. Durch den Bierdeckel, den du geschrieben hattest, sind wir dann auf die Idee gekommen nach dir zu suchen." "Was ist mit Ariman?" will Richie wissen "Ich brauchte über ein Jahr, um ihn zu besiegen und um ehrlich zu sein, ohne dich hätte ich es nicht geschafft." Duncan hat sich neben Richie gesetzt. Richie schaut Duncan an und schüttelt seinen Kopf: "Das verstehe ich jetzt nicht" "Ja, wenn ich nicht geglaubt hätte, dich getötet zu haben, dann hätte ich niemals auf mein Schwert verzichtet, um gegen Ariman zu kämfen. Gerade mein Kampfeswillen hat ihn stärker gemacht. Seitdem bin ich etwas ruhiger geworden, mein letzter Kopf ist schon über 3 Jahre her." "Da ist ja aus unserem Clankämpfer ein richtiger Pazifist geworden." feixt Richie, womit er alle zum lachen gebracht hat.

"Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber ich habe Hunger." Richie steht von seinem Platz auf. Methos schaut auf seine Uhr "Also ich habe gegen ein ordentliches Frühstück auch nichts einzuwenden, wisst ihr eigentlich, daß wir schon 7:30 Uhr haben?" "Was ist mit dem Mist hier?" Duncan zeigt auf das offene Loch in der Tunnelwand. "Darum kümmer ich mich schon" Dawson schaut auf sein Handy, doch hier unten ist kein Empfang zu bekommen."Wir haben bei den Beobachtern einen Aufräumdienst, manchmal seid ihr Unsterblichen so unvorsichtig, daß ihr ohne unseren Dienst längst entdeckt worden wärt." "Ihr verblüfft mich immer auf´s Neue." sagt Duncan. Beide nehmen die restlichen Sachen, die Methos und Richie noch nicht mit nach draußen genommen haben und klettern hoch zum Wagen. Als die komplette Baustelle entfernt ist, fahren sie zu dem Hotel, in dem Duncan und Methos eingecheckt hatten.

Interconti Hotel, auf dem Zimmer: 8:15
"Dawson kann scheinbar nicht ohne Telefon auskommen." Duncan hatte Richie im Bad den Vortritt gelassen, denn eine Dusche können sie zwar alle gebrauchen, doch keiner hatte sie nötiger wie Richie. Methos kann es nicht lassen über Dawson zu lästern: "Der ist schon mit einem Hörer am Ohr geboren worden, den mußten sie ihm erst operativ entfernen, damit er einen Grund für seinen ersten Schrei hatte." Dawson spricht schon eine geschlagene halbe Stunde mit den Beobachtern. Erst hatte er dafür gesorgt, daß die Auswirkungen der nächtlichen Aktion der drei ungeschehen gemacht wurden. Dann ließ er sich noch mit einer anderen Abteilung und dann nach New Mexico in den USA verbinden. Er schreibt sich etwas auf einen Zettel und steckt ihn ein. In der Zwischenzeit ist Richie fertig und Duncan und Methos verschwinden der Reihe nach, um sich ebenfalls vom Dreck der vergangenen Nacht zu befreien. Als letztes ist Dawson dran. Richie hat sich Klamotten von Duncan angezogen, zwar ist es nicht seine Größe, aber es ist die einzigste Möglichkeit das Hotelzimmer ohne groß aufzufallen zu verlassen. Als Dawson wieder da ist, können sie endlich zum Frühstücksbuffett. Duncan hatte noch 2 Personen nachgemeldet, denn im Preis waren nur 2 mal Frühstück enthalten. Richie füllt sich den Teller, als wolle er jedes Frühstück der letzten 4 Jahre nachholen.

Nachdem alle fertig sind mit essen, nutzt Dawson die Gelegenheit Richie anzusprechen: "Erinnerst du dich noch an die junge Dame, die auf der Flucht war, weil sie ihren Ehemann erstochen haben sollte und ein Kopfgeldjäger namens Mako hinter ihr her war?." Richie bekommt einen traurigen Gesichtsausdruck. "Laura Daniels, Mako, das Schwein fuhr sie einfach über den Haufen." Duncan mischt sich in das Gespräch ein: "Und Mako war dann der erste Kopf, den du genommen hast" "Ich hätte lieber Laura gerettet." Richie versucht so zu tun, als mache ihm das Gespräch nichts aus, doch eigentlich wollte er lieber über andere Dinge sprechen. Dawson zuliebe sagte er aber nichts. "Nun," fing Dawson wieder an, "zum Glück hatten wir eines unserer Säuberungstrupps in der Nähe, wir entfernten das Auto und holten das Mädchen ab. Einer der Männer war ein ausgebildeter Sanitäter und ihm gelang es, ihr das Leben zurückzugeben." "Was," unterbricht Richie, "sie lebt?? wo?" "Es hat etwa 1 Jahr gedauert, bis sie wieder voll genesen war. Sie bekam eine neue Identität, denn ihr Schwiegervater war immer noch hinter ihr her. Jetzt lebt sie in New Mexico und arbeitet bei den Beobachtern." "Spontan würde ich jetzt sagen, ich flieg hin," sagt Richie, "aber ich denke, sie hat mich schon vergessen." "Eben nicht." Dawson holt den Zettel heraus, worauf er den neuen Namen und die Adresse von Laura geschrieben hatte."So viel ich weiß hat sie in den letzten 6 Jahren keine Beziehung mehr angefangen und als sie von deinen Tod hörte, hat sie wochenlang unter schweren Depressionen gelitten. Ich habe sie eben angerufen und es hörte es sich so an, als könne sie es nicht erwarten, dich zu sehen." Richie stand auf. "Verzeiht Freunde, aber in Paris hält mich nichts mehr, ich war 4 Jahre weg und hab hier nichts mehr, warum sollte ich nicht mal einen neuen Anfang in New Mexico versuchen." Dawson hat heute die Spendierhose an: "Darf ich dir das Flugticket bezahlen?"

Duncan hat sich von den anderen kurz verabschiedet und ist mit einem Taxi den Astra holen gefahren, der immer noch am Boot stand. Als er zurückkommt hat Dawson schon einen Platz für Richie auf einen Flug am Nachmittag gebucht. So war für die vier noch viel Zeit, um durch Paris zu schlendern und sich gegenseitig Geschichten der jungen Vergangenheit zu erzählen. Duncan hat am Flughafen mit sich zu kämpfen, Richie so einfach wieder weg zu lassen. Der Flieger Als der Flieger dann in den Wolken verschwindet, sieht man eine Träne über die Wange des sonst so harten Mannes kullern. "Wir sollten jetzt auch fahren, das Auto wird schließlich morgen wieder gebraucht." sagt Methos und hält Dawson die Hand zum Abschied hin. Auch Duncan verabschiedete sich von Dawson. "Dann werd ich wieder mal in diesem ungemütlichen Sitz 5 Stunden gegen den Schlaf ankämpfen und wahrscheinlich verieren." überlegt Methos, voller Vorfreude auf die Rückfahrt. "Du wirst wohl wach bleiben müssen", erwiedert Duncan und wirft Alf´s Autoschlüssel in Richtung Methos, "denn du darfst fahren."

ENDE