Nordirland

Derry - Portrush - Dunluce Castle


"Laß uns doch das Ringfort noch anschauen", sagte Sonja und deutete auf die Karte.
Ich wollte in Nordirland ganz vom Norden aus einfallen und war schon 3½ Stunden unterwegs.
Deshalb hatte ich gegen einen kleinen Abstecher auch nichts einzuwenden.
Eine ganze Weile ging es über diesen Feldweg, doch von dem Ringfort war nichts zu sehen.
Nichts außergewöhnliches auf diesem schmalen asphaltierten Weg und so kamen wir in eine Siedlung und sahen ein Schild mit der Richtung Zentrum.
Da wurde ich ein wenig stutzig, denn laut Karte war eigentlich keine Stadt in der Nähe.
Die Wandparolen und Einschußlöcher an den Häusern ließen mich schnell vermuten, daß wir in Nordirland angelangt waren und es gleich von der schlimmsten Seite aus sahen. Der Feldweg, den wir gefahren waren, existierte aber laut Karte auch nicht.
So waren wir, ohne es bemerkt zu haben, an unserem ersten Ziel angelangt : Derry.
Derry liegt im Nordosten Nordirlands und ist im 6. Jahrhundert gegründet worden.
Mit 63000 Einwohnern ist Derry die zweitgrößte Stadt der Landes.
1608 war die Stadt durch ständige Belagerungen so am Ende, daß Hilfe aus London angenommen wurde.
Zwischen 1613 und 1618 wurde im Zuge dieser Hilfe, die Befestigungsmauer mit den vier Stadttoren gebaut, die noch heute erhalten ist.
Der Name Londonderry wurde in dieser Zeit angenommen, aber für die Nordiren heißt die Stadt immer Derry.
In einer kleinen Kneipe aßen wir zu Mittag und machten uns wieder auf dem Weg.
Wir wollten so ziemlich an der Küste vorbei, doch leider verpasste ich durch meine Abkürzung nach Derry den Mussenden Tempel, der dadurch nicht mehr auf der Route gelegen war.
Für die Übernachtung suchten wir uns Portrush aus, deshalb war unsere nächste Station auch hier. Nach dem Parken bummelten wir durch diese Kleinstadt.
Sie spricht hauptsächlich junge Touristen an. Nicht nur ein sehr langer Sandstrand sondern vor allem das Freizeitzentrum Waterworld mit Rutschen, Jet Anlagen und Whirlpools
Das Donluce Center wartet mit folgenden Attraktionen auf: die 3D Bobfahrt, Turbo Tours, eine Multimedia Show über keltische Mythen und das Naturkundemuseum Earthquest. In der Innenstadt reiht sich eine Spielhalle an die andere. Die haben wir uns dann am Abend angeschaut. Zunächst meldeten wir uns aber schon mal zum B&B an und fuhren ein wenig weiter um Dunluce Castle zu besichtigen.
Richard deBurgh, der Graf von Ulster, baute dieses imposante Schloß, das nach der Eroberung 1584 Sitz der MacDonnell-Familie wurde. Nur vier Jahre später strandete das spanische Schiff Girona vor der Burg. Es war bis oben hin mit Gold beladen. So wurde die Familie steinreich. 1639 rutschte der Teil der Burg, der die Küche beinhaltete ins Meer ab. Dabei wurde das gesammte Küchenpersonal mit in die Tiefe gerissen. Bei einem Besuch der Ruine sollte man nicht vergessen, die Stufen zu dem kleinen Naturhafen herunterzugehen, denn hier soll sich ein Geheimgang zu einer Höhle befinden.
Die 2 Tage Tour (2.Teil)     Ausflug


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Letzte Änderung: 3.März 1999.
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